WAS-B Friedrichshain-Kreuzberg

Schulgarten wieder reguläres Unterrichtsfach


Das Bezirksamt wird aufgefordert, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass

  1. aus dem zusätzlichen bzw. ergänzenden Angebot für den Sachkunde- bzw. Biologieunter-richt Schulgarten wieder ein ordentliches Unterrichtsfach in die Lehrpläne aufgenommen wird;

  2. die Schulen in die Lage versetzt werden, die Schulgärten in Ferien zu pflegen, insbesonde-re in den Sommerferien vor dem Verdorren zu sichern.

Begründung:

Ziel der Bemühungen soll sein, im Bezirk die Tradition im Ortsteil Friedrichshain wieder aufzugreifen, als Schulgartenunterricht reguläres Fach war. Neben entsprechenden Lehrbüchern hatte jede Schule damals ein Areal, in dem jede Schulklasse einige Beete anlegte. Soweit das Erntegut nicht von den Kindern mit nach Hause genommen wurde, ergänzte es die Schulspeisung oder wurde über dem ortsansässigen Einzelhandel oder gleich direkt vor Ort verkauft, um mit den Erlösen außerunterrichtliche Aktivitäten der Schüler zu finan-zieren.

Schulgärten können auch heute mit ihren vielfältigen Betätigungsanlässen

  • eine umfassende Sinnesschulung,
  • eine nachhaltige Bewegungserziehung,
  • eine intensive Förderung der Sozialkompetenz,
  • einen lebendigen Beitrag für eine gesunde Schulverpflegung,
  • eine erlebnisreiche Wahrnehmung ökologischer Zusammenhänge

und einen wichtigen Beitrag in pädagogischer, ökologischer und sozialer Hinsicht leisten. Ihnen kommt damit insbesondere an den Grundschulen und Horten eine besondere Bedeutung bei der frühkindlichen Bildung zu.

Am 20. Dezember 2002 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" beschlossen. Danach soll „Bildung für nachhaltige Ent-wicklung“ nicht zentral gesteuert oder gar von einer Institution verordnet werden. Vielmehr wird ein gesell-schaftlicher Wandlungsprozess angestrebt, der die Grundgedanken zur nachhaltigen Entwicklung in die Ent-scheidungen jedes Einzelnen vor Ort stärkt. Schulgärten sind ein wichtiger Bestandteil dieses Aktionsplans, dessen Umsetzung von der Deutschen UNESCO-Kommission auf der Grundlage eines einstimmigen Be-schlusses des Deutschen Bundestages gefördert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Daher dürfte den erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Gärten in den Ferien keine finanziellen Hemmnisse entgegenstehen. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Initiativen könnte eine weitere Unterstützung ermöglichen.

Berlin, den 30. Juni 2009

Für die Gruppe was-b
Andreas Lüdecke und Rita Waldukat

Unser Antrag wurde von der CDU und FDP unterstützt. Mit Hilfe der Grünen hätte er also eine klare Mehrheit gefunden. Doch die haben lieber mit der Partei „die Linke“ und SPD gestimmt, die es strikt ablehnen, dass die Stadträtin Herrmann sich beim Senat für die Wiedereinführung von Schulgärten einzusetzen. (Siehe hierzu die vollmundigen Versprechungen der Stadträtin der Grünen.)