WAS-B Friedrichshain-Kreuzberg

Direktnummer zum JobCenter


Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob die technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden können, dass die Kundenbetreuer des Jobcenters Friedrichshain-Kreuzberg zu bestimmten Sprechzeiten für die Kunden direkt telefonisch erreichbar sind.

Insbesondere wird das Bezirksamt ersucht, über die Jobcenter-Trägervertretung ein integrationsförderndes Konzept dazu zu erarbeiten, wie die fernmündliche Betreuung und Beratung von Arbeitssuchenden mit Migrationshintergrund verbessert werden kann.

Der BVV soll spätestens im Oktober 2008 über die Ergebnisse berichtet werden.

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Begründung:

Mit dem outgesourcten Telefonservice an ein nicht näher bekanntes externes Call-Center-Unternehmen fehlt dem Jobcenter ein Dienstleistungsaspekt, der bei anderen wichtigen Anlaufstellen öffentlicher Einrichtungen, wie Krankenkassen, Studentenwerk, Ausländerbehörde, Rentenversicherungsanstalt u.a. eine Selbstver-ständlichkeit ist: Der Telefon-Kontakt zu einem Ansprechpartner vor Ort, der konkrete Auskünfte zum persön-lichen Anliegen geben kann und mit dem auf diesem Weg auch Terminvereinbarungen getroffen werden können.

Die kundenfreundliche Ausgestaltung des Jobcenters soll entsprechend den Belangen und Bedürfnissen der jeweiligen Kundschaft weiterentwickelt und verbessert werden. In diesem Zuge ist die Ausrichtung des Kun-denservices des Jobcenters auch auf die Bedürfnisse und Belange von Migrant/innen abzustimmen, die be-sonders durch fehlende Kommunikationsmöglichkeiten beeinträchtigt werden. Dieser Prozess muss integra-tionsfördernd sein. Es geht darum, durch bedarfsgerechte und den Bedürfnissen entsprechende Bedienung der Kunden/innen Missverständnisse, Fehlentscheidungen und konflikthafte Auseinandersetzungen im Ver-waltungsablauf weitestgehend zu vermeiden bzw. auszuschließen.

Berlin, den 17. Juni 2008

Für die Gruppe WAS-B
Rita Waldukat