Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert, am Elternzentrum im Haus der Familie am Mehringdamm 114
- zur Sicherung der dort geleisteten sozialpädagogische Familienarbeit
- zum Erhalt und zur Sicherung der grundlegenden Strukturen, wie sie von den Eltern, dem Förderverein VARBE e.V. und familienorientierten Freien Trägern entwickelt wurden, und
- zur Vorbereitung aller das Zentrum betreffenden Entscheidungen und zur Entwicklung langfristig angelegter realisierbarer Alternativen
einen Runden Tisch bestehend aus Vertretern
- des Elternbeirats,
- der Honorarkräfte,
- des Teams der hauptberuflich Beschäftigten,
- der 46 Kooperationspartner,
- des Jungendhilfeausschusses,
- des Jugendamts,
- und aller weiteren Betroffenen und Mitwirkenden
mit dem Ziel einzurichten, das Elternzentrum als kommunale Einrichtung in öffentlicher Hand zu belassen.
Begründung:
Der rot-rote Berliner Senat streicht die Haushalte seit Jahren immer weiter zusammen. Davon ist auch die Jugend- und Familienhilfe in unserem Bezirk betroffen. Sie war wenn auch noch nicht gänzlich aufzugeben so doch zu großen Teilen weiter umzustrukturieren. Hier musste bereits viel geleistet werden. Gerade deshalb aber sind die notwendigen Veränderungen bei den bisher noch weitgehend verschont gebliebenen Einrichtungen besonders schwierig und besonders problematisch.
Die aus der notwendigen Umstrukturierung des Elternzentrums sich abzeichnenden und ergebenden Konsequenzen sollen hier, wie in jedem anderen Einzelfall, mit allen daran Mitwirkenden und allen davon Betroffenen gemeinsam besprochen, durchdacht und mögliche Alternativen auf ihre Realisierbarkeit hin geprüft werden, um so aus einem konfrontativen Gegeneinander gemeinsame Anstrengungen zur Lösung der Aufgabe werden zu lassen, trotz knapper werdenden finanzieller Mittel und dadurch erforderlicher Neuorganisation der Standorte die Kinder-, Jugend- und Elternarbeit so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und fortzuführen. Das ist ohne Kooperation und Entscheidungseinbindung nicht möglich.
Berlin, den 19. Februar 2007
Für die Fraktion der WASG
Andreas Lüdecke und Rita Waldukat